Liebherr HC Krane der 1.Generation HC 60.1 und 60.2

Bis in die 1970iger Jahre hinein konnte man auf den Baustellen landauf, landab alle möglichen Hochbaukrane mit Nadelauslegern finden. Sie waren die damals beherrschenden Krantypen. Hersteller wie Liebherr, Reich oder Peiner gehörten zu den führenden der Branche.

Daneben kam Ende der 1960iger Jahre, Anfang der 1970iger eine andere Gruppe von Kranen auf den Markt, die sich leichter und schneller auf- und abbauen ließen und auch leichter und schneller auf Sattelzügen transportieren ließen, als die meisten Nadelauslegerkrane. Es waren sogenannte Obendreher, mit einem waagerechten Ausleger auf dem eine Laufkatze entlang lief und der damit die ganze Baustelle bestreichen konnte. Neben Liebherr gehörten auch die Fa. Reich und Kaiser mit zu den führenden Herstellern dieser Krane.

Bei Lieber war der 60.1 und 60.2 wohl so was wie ein “Brot- und Butter”- Kran.  Er konnte in verschiedenen Varianten aufgestellt werden, Als stationärer Kran auf einem Betonfundament, als Kletterkran im Schacht eines Aufzugs und mit dem Gebäude in die Höhe wachsen, oder als Kran mit Unterwagen auf schienen laufend.

Dazu gab es die Möglichkeit den Kran entweder bis 30 m Hakenhöhe auf drei 10 m hohen Turmschüssen aufzubauen und dann nochmals um 10 weitere Meter nach aufsetzen einer “Kletterglocke”, oder Kletterteiles nach oben zu klettern. Oder auch als echter Kletterkran von Grund auf selbstständig mit Hilfe des Kletterteils ab einer Aufbauhöhe von ca. 12 m selbst in die Höhe zu wachsen.

Ich babe mich nun entschlossen, für meine Sammlung, diesen historischen Kran nachzubauen. Und zwar in beiden Varianten, als Ketterkran und als Kran mit festen 10 m Mastschüssen.

Die Bilder oben zeigen einen HC 60 links einen Auszug aus dem Datenblatt mit den Möglichkeiten der Aufstellung des Krans, mitte und die Kolli-Liste rechts. Darunter einmal ein Standkreuz für einen Stationären Kran und den Rahmen des Unterwagens mit einem Turmgrundelement der kletterfähigen Ausführung. Ganz recht 4 Kletterelemente einzeln und dahinter als Einheit als Turm.

28.12.25

Zu den beiden Bildern : Ich wollte unbedingt darstellen wie der Kran klettern kann. Das ist aber nur bedingt möglich, da verschiedene Details, wie das bei solch kleinen und elektrisch nicht betriebenen Modellen eben nur möglich ist. Der Kran stützt sich mit einer Traverse auf dem obersten Turmstück ab und klettert um ein Turmsegment in die Höhe, diese lässt sich leider so aber nicht darstellen. Ich bin deshalb auf einen Trick verfallen: Ich habe für das Darstellen des Kletterns einen Plexiglaseinsatz gemacht, den ich zwischen Turm und Kletterteil einsetzen kann. Dieser Einsatz ist ca. 6 mm schmäler und damit nicht ganz so breit, wie der Turm tief ist. Das gestattet mir, später mit dem Kran ein Turmstück hochzuziehen, auf dem Klettergerüst abzusetzen und besagte ca. 6 mm in den Turm hinein zu schieben. Auf diese weise lässt sich der Klettervorgang zumindest teilweise an dem Modell nachvollziehen.

Bild links zeigt den Turm mit dem Plexiglaseinsatz  und einem Turmstück zum Einsetzen vor dem Turm

Bild rechts davon zeigt den Turm mit Kletterteil und aufgesetztem, teilweise eingeschobenen Mastschuss. Der Plexiglaseinsatz ist praktisch nicht zu sehen.

04.01.26  Alles zurück auf Anfang. Teile für einen HC 80 und einen HC 60.1

Als ich mit dem Zeichnen der Turmstücke begann, habe ich nicht bemerkt, dass die Turmstücke eine Zweiteilung und nicht wie auf den Bildern oben zu sehen, eine Dreiteilung aufweisen. Damit waren die Turmstücke falsch. Das hat dazu geführt, dass ich die gesamte Konstruktion korrigieren musste. UNd weil ich schon beim Ändern war, habe ich auch gleich die Turmteiel für einen HC 80 gemacht. Hier nun die geänderten Turmsegmente.

Gleichzeitig habe ich eine Verschraubung der einzelnen Segmente untereinander bei der Neukonstruktion vorgesehen. Das hat eine ergänzende Konstruktion der Auflagen der Segmente erfordert und eine Leiter wurde als weiteres Detail in die Turmelemente eingebaut. Damit wird der Bau aufwändiger, aber auch detaillierter und vorbildnaher.

Jetzt sehen die Elemente so aus: Die ersten beiden Bilder in der ersten Reihe von links zeigen beispielhaft  zwei 2.5 m hohe Einzelelemente der geänderten Segmente. Der Turm besteht damit aus folgenden Teilen: Grundelement 5 m = 10 cm, einem Element, bestehend aus 4 zusammen gefassten, 2,5 m hohen Turmelementen und 4 Einzelelementen von je 50 mm Höhe. Zusammen mit dem noch zu ändernden Turmstück oberhalb des Drehkranzes erreiche ich eine Höhe von 60 cm = 30 m im Original unter dem Haken. Mit einem weiteren aus vier 5 cm = 2.5 m hohen Elementen zusammen gesetzten Turmstück erreiche ich dann 80 cm =40 m unter dem Haken, die Höchst mögliche Reichhöhe des Krans. Mit Spitze komme ich auf eine Turmhöhe von über 1 m, oder 50 m im Original.

Geändert werden muss auch noch das Turmstück über der Kabine, es ist zu hoch und auch an dem Kletterteil ist eine Modifikation notwendig, die noch erfolgen wird.

Wie man hier unschwer feststellen kann: Aus Fehlern kann man lernen und Dinge verbessern. Hier zunächst die Turmstücke des HC 80

Und hier die des HC 60.1

Einbau von Königszapfen und Traverse in den Kran. Um ggf. die Schraube im Drehkranz nachziehen zu können ist der Königszapfen nur hineingestellt. Die Traverse kann zusammen mit dem Plexiglaseinsatz entnommen werden. Damit lässt sich der Klettervorgang im Modell darstellen. Der Königszapfen ist so lang, weil er den Stempel für den Klettervorgang aufnehmen muss. Die Distanz von 2.5 m Hub, zum einbringen des Turmelements beim Klettern, wird beim HC 60.1 auf einmal gehoben, bei anderen Kletterkranen auch von Liebherr, geht das nur in mehreren Schritten. Bild rechts zeigt ein Turmstück und daneben den Königszapfen . Im mittleren Bild ist der Stempel mit der Klettertraverse gut zu sehen.

19.01.26

Mühsam nährt sich das Eichhörnchen. Nach einer Neukonstruktion der Rahmen, die ich in  die Turmstücke am oberen und unteren Ende eingebaut habe und der Verlegung der Verschraubungen so weit wie möglich in die Ecken hinein, habe ich nun einen sehr stabilen Turm. Gestern entstanden die Spitzen und heute Teile des Gegenauslegers. Hier ist noch eine geringfügige Änderung nötig. Dann kann mit dem Anbau der Bühnen und des Windwerkes auf dem Gegenausleger begonnen werden.

Die Bilder oben zeigen im Einzelnen von Links oben an

Der gesamte Turm mit Unterwagen und Gewichten aus den Fliesen

Spitze und Kletterteil mit Plexiglaseinsatz und Klettertraverse

Unterwagen mit Gewichten aus zugeschnittenen Fliesen

Der (noch) geteilte Gegenausleger mi und ein Turmelement

Turmelement mit Klettertraverse vor dem Einschieben in den Turm

Linke Seite der Kabine mit Aufnahme für den Drehmotor (Loch wird abgedeckt)

Ansicht der Kabine von hinten mit Leiter am Turm

Plexiglaseinsatz mit Traverse

Um einen Turmelement geklettert. Ein zweites Turmstück steht zum Einschieben bereit

25.01.26

In der vergangenen Woche entstand zunächst der Gegenausleger und zwei der Ausleger für die Krane, einer mit 30 und einer mit 40 m Länge. Nun geht darum genügend Gewicht  auf den Gegenausleger zu bekommen, damit der Kran mit Last kein Übergewicht bekommt. Dazu werde ich zunächst ebenfalls aus einer Fliese zwei Gegengewichte Schneiden, weiteres Gewicht werden der Schaltschrank und die Winde auf den Gegenausleger bringen. Ich denke dass die dann ausreicht um einen vollen Betonkübel üblicher Art und Bauweise bis an das vordere Auslegerende zu bringen, ohne dass der Kran kippt.

Was in den Bildern noch fehlt ist die vorbildgereue Verseilung des Auslegers. Auch kippt der kleinere der beiden Krane leicht nach vorne, was dem fehlenden Gegengewicht zuzuschreiben ist. Die hier verwendete Abspannung des Hauptauslegers ist noch ein Provisorium.

28.01.26

Wie auf den beiden Bildern oben zu sehen ist, wurden die Gegengewichte und Windwerke zusammen mit dem Schaltschrank angefertigt und eingebaut. jetzt fehlen noch die verschiedenen Podeste und Geländer, sowie einige Leiternund das wichtigste, ein Kranhaken und die Verseilung  und die Laufkatze. Ist das geschafft erfolgt erst die Grundierung, Lackierung und Beschriftung. Es ist also noch einiges zu machen.

 

Wird fortgesetzt