Möchte man mit einem Autokran Dinge auf Dächer, oder über Gebäude hinweg einheben, so stellt die Oberkante des Gebäudes mit der senkrechten Hauswand, dem schrägen Ausleger des Kranes gegenüber, eine sogenannte Störkante dar. Dies bedingt einen relativ weiten Abstand des Krans vom Gebäude, wenn man über das selbe hinweg, oder auf das Dach desselben etwas zu heben hat. Nachteil des großen Abstandes: Gemäß des Hebelgesetzes braucht man, um relativ leichte Lasten einzuheben, Krane mit hohen Traglasten, da sich das Hebelgesetz nicht außer Kraft setzen lässt. Das führte dazu, dass sehr bald in den 1960giger und 70iger Jahren Kranhersteller wie z. B. Liebherr, DEMAG und andere, Autokrane entwickelten, die Wahlweise auch als Turmdrehkrane eingesetzt werden konnten.
Doch der echte Durchbruch solcher Krane gelang erst 1987 Leo Spierings in den Niederlanden mit dem Konzept des mobilen Turmdrehkranes. Heute sind diese Konzepte aus dem Alltag von Kranbetreibern nicht mehr wegzudenken.
Mit einer Modellstudie ohne Vorbild, auf der Basis eines DEMAG HC 100, eines solchen Kranes, möchte ich an die Zeit der 1960iger und 70iger Jahre erinnern. Der Turm ist drei geteilt und teleskopierbar, der Ausleger verfügt über zwei einbaubare Zwischenstücke und erreicht so eine Ausladung von 24 Metern. Der Ausleger wird entweder auf einem mitgeführten Anhänger, oder einem zweiten Fahrzeug, transportiert.



