DEMAG AC 265 von Conrad auf 6-achs Eigenbau Fahrgestell mit Kabine von Maisto

Der Titel ist so eigentlich nicht richtig. Ich habe aus einem AC 435 auf DEMAG Fahrgestell einen AC 265 abgeleitet und diesen dann auf ein Tatra Fahrgestell als Eigenbau unter Zuhilfenahme des Maisto Kranmodells gemacht.

Der DEMAG AC 265 war ein 125 Tonnen Kran (in frühen Prospekten auch “nur” als 100 Tonnen Kran  geführt). Er entstand etwa 1987 und war ab 1988 /1989 in Deutschland auf einem 4-achs Fahrgestell von DEMAG montiert, zu haben. In diese Zeit fällt auch ein Joint Venture, das Tatra und DEMAG schlossen. Damit tauchten in dieser Zeit auch Bilder mit  DEMAG Kranen auf  Tatra Fahrgestellen auf. Allerdings tragen die 4-achsigen Tatra nur DEMAG HC130 Krane, während für den AC265 mit 100 Tonnen 5 und 6-achsige Fahrgestelle von Tatra Verwendung fanden. Das zeigen auch die wenigen Bilder, die im Internet verfügbar sind.

Mich hat diese Kombination sehr gereizt, zumal mit dem Modell des Tatra Fahrgestells, das über Maisto oder MC Toys mit einem Kran vertrieben wird, ein 5-achsiges Tatra Fahrgestell greifbar ist. Es muss zwar auf 6 Achsen umgebaut werden, will man den Vorbildfotos entsprechen, doch ist dieser  Umbau nicht all zu schwierig um ein brauchbares 6-achs-Fahrgestell zu bekommen. Vorstellbar wäre auch eine 6te Achse als Stützachse, die zu Transportzwecken einfach angebaut wird. Ich kann mir so eine Lösung für mein Modell auch durchaus vorstellen, habe mich aber für einen echten 6-achser entschieden.

Nachdem in dieser Woche das Modell eingetroffen ist, habe ich mich an den Umbau gemacht. Dabei musste ich feststellen dass das Tatra Fahrgestell ca. 5 mm schmaler ist als der Oberwagen des verwendeten Conrad Modells. Nun war zu überlegen wie der Umbau von statten gehen sollte. Oberwagen schmäler machen, oder ein neues, breiteres Fahrgestell bauen. Manchmal bleibt es eben nicht aus, Kompromisse einzugehen. Ich entschied mich für die letztere weil einfacher Variante.

Also zerlegte ich das Fahrgestell, Übernahm davon die Kabine mit rückseitigem Anbau, auch wenn das nicht ganz dem Vorbild entspricht, sowie die Räder. Der Kompromiss ist nötig, weil ich keine Detailaufnahmen der Aufbauten hinter dem Fahrerhaus finden konnte. und baute ein komplett neues Fahrwerk mit Aufnahmen der Schiebekästen für die Stützen. Passende Stützen hatte ich von einigen anderen Umbauten. Den leeren Oberwagen füllte ich mit Messing Profilen, als Gegengewicht für den schweren Ausleger. Ich behalte mir noch vor, das Fahrwerk mit einer Messingseele zu befüllen, um eine höhere Standfestigkeit zu bekommen.

Anschließend habe ich das Fahrwerk und die Selbst gemachten Gegengewichte schwarz und und die Aufbauten lichtblau lackiert, die Inneneinrichtung hellgrau. Sobald die Teile trocken sind, erfolgt der Zusammenbau des Modells.

Da ich keine Urheberrechte verletzen will, bitte ich den geneigten Leser, sich selbst, was das Vorbilde angeht, bei Interesse, auf die Suche nach den entsprechenden Bildern im www. zu machen. Ich danke für das Verständnis.