Umbau Hanomag SS 100 die zweite

Denkt man an Hanomag LKW in der Nachkriegszeit, fallen einem zuerst die Zugmaschine SS100 ein, vielleicht noch der L28 oder der Kurier. Weniger Bekannt dürfte der HD5n LKW sein, der in einem schönen Modell von Wiking ein Denkmal gesetzt bekam, oder der SS/ST100 LKW ohne Doppelkabine.

Habe ich in einem Beitrag vor einigen Tagen 3 Modelle, von denen 2 Umbauen des SS100 als Zugmaschine  und LKW DOKA waren, so möchte ich jetzt abschließend hier den vierten Hanomag, einen aus der Zugmaschine abgeleiteten Hanomag ST100 vorstellen. Dieser unterscheidet sich einmal durch eine normale Kabine, was bedeutet, dass man die Doppelkabine kürzen muss  und zum zweiten, dass man den Rahmen verlängern muss. Ich habe mich für eine Rahmenverlängerung von 2,50 Metern entschieden, was in 1:48/1:50 ca. 5 cm entspricht.

Doch bleiben wir zunächst beim Kürzen der Kabine. Auch der Kabinenboden muss natürlich entsprechend gekürzt werden. Da aber nach dem Kürzen von Kabine und Einrichtung letztere etwas Übersteht, war ich gezwungen die Seitenwand und  das Dach um 2 mm zu verlängern. Ich löste das dadurch, dass ich zuerst aus zwei 1 mm Polstyrolpatten eine “Rückwand” anbauten, die ich nach dem Aushärten des Klebers so ausschnitt, dass nur noch eine ca. 1,5 -2 mm Dicke Spante stehen blieb, auf die dann die Endgültige Rückwand aus Polystyrol aufsetzte. Jetzt ging auch die gekürzte Bodenplatte der Inneneinrichtung problemlos in die änderte Kabine. Anschließend habe ich die Rückwand der Kabine Mit 600ter Wasserschleifpapier geschliffen. Es empfihlt sich nach dem Verkleben der Rückwand eine Nacht zu Aushärten der Klebestellen abzuwarten, bevor man mit den Schleifarbeiten beginnt. Wer sauber um die Kontur der Kabine am heck herum abgeschnitten hat, der erspart sich viel Schleifarbeit.

As nächstes teilte ich den Rahmen vor der Aufnahme der Federung der Hinterachse. Am PC konstruierte und fräste ich anschließend aus einer weißen Kunstoffplatte, 3 mm stark, die 5cm Rahmenverlängerung und klebte sie zwischen den geteilten Rahmen der Zugmaschine. Zusätzlich fertigte ich einen 3 mm hohen und 10 cm langen Hilfrahmen an, den ich von der Rückwand der  Kabine beginnend nach hinten auf den neu entstandenen, langen LKW- Rahmen aufklebte. Nun war die Pritsche an der Reihe.

Aus einer geriffelter Evergreenplatte schnitt ich die Ladefläche und die Bordwände, klebete diese zusammen und setzte als Beschläge an die Bordwände in den nötigen Abständen 1mm dünne Stäbchen zur aneutung der Beschläge. Lackiert habe ich das Fahrgestell rot und umbragrau die Kabine und die Ladefläche. Die Spiegel sind schwarzmit silberner Spiegelfläche, die Scheinwerfer gehäse sind auch rot, die Glasflächen sind silbern lackiert.

Der Rahmen bekam noch zwei lange, schmale Luftkessel, einen Tank links und einen Auspuff mit Rohr. Die Achse links ist längst rot…